26.05.2020

CO2 Wärmepumpe für ein Zweifamilienhaus

Das natürliche Kältemittel CO2 hat sich mittlerweile etabliert und gehört in vielen Anwendungen zum Standard. Jedoch werden Kleinanlagen immer noch selten realisiert. Einerseits sind die Investitionen zu hoch und es mangelt «noch» teils an Komponenten.

In diesem Herbst starte ich mit dem Ersatzneubau von meinem 50 jährigen Haus. Der Keller bleibt bestehend und darauf wird mit Holzbauweise ein Zweifamilienhaus entstehen. Die Wärmeerzeugung von Brauchwarmwasser- und Heizungsenergie wird mit einer CO2-Luft Wasserwärmepumpe umgesetzt.

Das Ziel ist ganz klar definiert: Der COP muss gleich oder besser sein als bei einer herkömmlichen R134a betriebenen Maschine. Besonders wichtig ist eine saubere Regelung der Wasserseite sowie der Ejektorbetrieb mit dem überfluteten Verdampfer.

Ein paar Eckdaten zur WP:

  • Heizleistung ca. 9 kW
  • Aussenverdampfer überflutet
  • Ejektor
  • Redundante Verdichter (unterschiedliche Fabrikate)

Bereits im Jahre 2007 habe ich einen Versuch mit der damalig verfügbaren Sanyo CO2 Wärmepumpe gemacht. Das Unit war druckfest ausgelegt und funktionierte auf Anhieb störungsfrei. Aber der zweistufige Rollkolbenverdichter hatte nicht den besten Wirkungsgrad und das Konzept der Anlagentechnik war nicht optimiert. Ein Eingriff in die Regelung vom CO2 Kältekreis war nicht möglich.

Die Planung der neuen WP ist bereits weit fortgeschritten. Der nächste Eintrag erfolgt, wenn die Inbetriebnahme der neuen WP vollzogen ist.

(Urs Schmid)