21.01.2019

Die Zukunft des Schweizer Klimas

Im vergangenen November erschien der Bericht «Klimaszenarien für die Schweiz» des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz), die die Entwicklung des Schweizer Klimas bis Mitte des Jahrhunderts beleuchtet. Rund 40 Personen waren an der Ausarbeitung beteiligt, über 4 Jahre wurde geforscht, simuliert, ausgewertet, 20 nationale und internationale Experten haben die Resultate begutachtet. Der Trend ist klar: Schweizer Sommer werden trockener, Hitzewellen und heftige Niederschläge werden häufiger und extremer, die Winter werden wärmer. In den Rekordjahren 2003 und 2018 konnten wir bereits erleben, was in den Sommermonaten der Zukunft zur Norm werden kann.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass sich ein beträchtlicher Teil des Klimawandels vermeiden lässt, wenn der Ausstoss von Treibhausgasen weltweit reduziert wird. Natürlich trägt die Schweiz aufgrund ihrer Grösse nur wenig zum globalen Ausstoss bei. Betrachtet man den pro Kopf Ausstoss, ist die Schweiz jedoch nicht so unbedeutend. Mit unserem Wissen und den Ressourcen haben wir zudem die Möglichkeit, wirksame Klimaschutz Massnahmen umzusetzen. Jede Nation ist verpflichtet, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu handeln. Auch wir tragen einen Teil der Verantwortung und können eine Vorbildrolle einnehmen.

Ob man sich am zunehmend mediterranen Klima im Sommer erfreut, oder doch eher den schneereichen Wintern der Vergangenheit nachtrauert, ist jedem selbst überlassen. Die Klimaveränderung ist jedoch Realität und wir müssen uns darauf einstellen und daran anpassen.

Weitere Informationen, den genannten Bericht, Interviews mit den Autoren sowie regionale Simulationsresultate und Prognosen finden Sie unter den folgenden Links:

Meteo Schweiz (Pdf)
National Centre for Climate Services NCCS

(Markus Krütli)