03.12.2019

Philosophischer Stammtisch: Wie viel Wachstum darf noch sein?

Es gibt ein Klimaproblem. Um es zu lösen, setzen die einen auf Innovation, die ökologische Wende und grünes Wachstum. Die anderen meinen: Das Wachstum habe ausgedient. Wenn dieser Planet nicht kollabieren soll, müsse man über Postwachstumsökonomie nachdenken und ganz neu wirtschaften lernen.

Im Kapitalismus müssen Unternehmen Gewinn machen, um zu überleben. Der Wettbewerb zwingt sie ständig zu mehr Leistung. Gleichzeitig ist Wachstum darauf angewiesen, dass immer mehr konsumiert wird. Die Werbeindustrie schafft künstliche Bedürfnisse, die Ressourcen der Welt werden knapper. Die Postwachstumsökonomie fordert deshalb einen radikalen Systemwechsel und eine vom Wachstumszwang befreite Wirtschaft, die den Planeten Erde schont und die zugleich sozial, fair und nachhaltig ist. Wie viel Wachstum erträgt die Erde? Braucht es einen radikalen Systemwechsel? Und von allen den totalen Verzicht? Und zu welchem Preis?

Yves Bossart diskutiert am Philosophischen Stammtisch mit dem Postwachstumsökonomen Niko Paech, den Philosophinnen Katja Gentinetta und Simone Rosa Miller und dem Ökonomen Reiner Eichenberger.

Link zur Sendung Sternstunde

(Dominic Rubli)